Norbert Bolz beschreibt die heutige Produktion als eine Bedürfnisproduktion. Der Markt funktioniert demnach nicht mehr nach dem Prinzip „Angebot und Nachfrage“. Es gibt keine Nachfrage mehr, die sich auf wirkliche Bedürfnisse stützt. In Zeiten der Wohlstandsgesellschaft müssen Bedürfnisse erst generiert werden. Bolz veranschaulicht das an seinem Dreistufenmodell des Konsums. Demnach war der Kunde der Vergangenheit in der Lage, seine Bedürfnisse klar zu formulieren (System der Bedürfnisse). Nachdem diese Bedürfnisse auf Dauer gestillt wurden, forderte der Kunde verführt zu werden. Bolz nennt das „die Welt der Wunschökonomie“. Heute will der Kunde nicht nur verführt werden, sondern verändert werden. Der Markt wird somit zum Medium der Transformation.
Konformismus des Andersseins. Bin ich selbst ohne Gegenstände? Kann ich ohne Gegenstände eine Identität haben?
Literatur:
Bolz, N.: Der Konsum. In: Das konsumistische Manifest. München 2002, S. 98-99.
Donnerstag, 19. Juli 2007
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen